Abb. 1: Blutausstrich bei Farbstoffmangelanämie in der Schwangerschaft, Übersicht (Objektiv 40x).
Autor/en: F.-G. Hagmann
Institution/en: Westpfalz-Klinikum, Kaiserslautern
Serie zuletzt geändert am: 16.02.2010
Ein Rückgang des Hämoglobins in der Schwangerschaft durch Zunahme des Plasmavolumens ist physiologisch. Das Maximum wird um die 24. Woche erreicht, der Hämatokrit liegt dann bei 32 bis 34%, der Hb-Wert um 11 g/dl.
In diesem Fall lag das Hb durch zusätzlichen Eisenmangel niedriger, im Ausstrich fällt eine Anisozytose und Anisochromasie auf, manche Erythrozyten zeigen eine vergrößerte zentrale Aufhellung.
Zur Ergänzung muss darauf hingewiesen werden, dass es in der Schwangerschaft auch selten megaloblastische Anämien gibt (bei gleichzeitigem Fe-Mangel kann ein dimorphes Bild resultieren). Eine sorgfältige Abklärung einer echten Schwangerschaftsanämie ist daher erforderlich.
Abb. 2: Bei stärkerer Vergrößerung (Objektiv 100x Öl) sieht man eine mäßige Anisozytose und Anisochromasie, einige Zellen sind eindeutig hypochrom.
Abb. 3: Neben normochromen Erythrozyten finden sich hypochrome (gleiches Präparat und Objektiv). Die Veränderungen sind nicht sehr ausgeprägt und lassen sich im Kontext mit dem Hämoglobin und der Klinik beschreiben.
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