"Periodic Acid Schiff" (PAS)

Die Abkürzung PAS steht für "periodic acid Schiff". Mit diesem Reagenz können verschiedene Carbohydrate, darunter auch das oft in hämatopoetischen Zellen vorliegende Glykogen, angefärbt werden.
Die Färbung hatte früher besondere Bedeutung bei der Darstellung von Lymphoblasten der akuten Leukämie (siehe dort). Weitere Einsatzmöglichkeiten sind die Anfärbung von erythropoetischen Zellen unter pathologischen Bedingungen (Erythroleukämie, verschiedene Anämieformen). Für die übrigen Zellen in Blut und Knochenmark, die mehr oder minder oder nicht anfärben, ist die Methode ohne Bedeutung.

Trotz entsprechender Bemühungen hat die Zytochemie zur Subklassifizierung des Lymphozytensystems keine Bedeutung erlangt und ist von einer Einordnung mit immunologischen und funktionellen Methoden überholt worden. Dennoch wird Zytochemie bei der Diagnostik von einzelnen lymphatischen Systemerkrankungen gelegentlich noch spezifisch eingesetzt (z.B bei Haarzell-Leukämie, siehe dort).

Reife neutrophile Granulozyten färben besonders kräftig rot granulär und diffus an (s. Abb.).

PAS-gefärbte Ausstriche sind besonders empfindlich gegenüber manchen Eindeckmitteln und dem Lagern, so dass schon nach mehreren Monaten eine sichtbare Ausbleichung resultiert. Bei der Abbildung handelt es sich um ein etwa zwei Jahre altes Präparat, die Intensität der zytoplasmatischen Anfärbung ist deutlich vermindert.





PAS-positiver neutrophiler Granulozyt im Blutausstrich, verminderte Färbeintensität bei Eindeckung und nach Lagerung (Objektiv 100x Öl).




Literaturreferenzen: